Strasse der Monumente

Die Wartburg bei Eisenach

Seit fast tausend Jahren wird die westthüringische Region um Eisenach von der Wartburg überragt. Auf steilem Felssporn thronend und von zwei Bergfrieden bewacht ist die mittelalterliche Feste gewiss imposant – monumental wohl kaum. Was sie aber zum Monument macht, ist ihre eng mit der deutschen Geschichte verflochtene Vergangenheit.

Spiegelt noch die Gründung – laut Sage 1067 – lediglich den zu dieser Zeit betriebenen Landesausbau wider, so setzt bereits der romanische Palas ein Zeichen. Mit ihm, einem Prototyp dynastischer Architektur, dokumentierten die Thüringer Landgrafen Territorialmacht und reichsfürstliches Bewusstsein. Das Gehäuse des berühmten Musenhofs von Hermann I. avancierte um 1200 zur Wiege der deutschen Nationalliteratur, wovon Dichtung und Sage vom Sängerkrieg erzählen. Dieses Sujet verschmolz Richard Wagner mit der Gestalt der heiligen Elisabeth, historisch Landgräfin von Thüringen, zu seiner Tannhäuser-Oper.

Durch Luthers Bibelübersetzung fand die neuhoch-deutsche Schriftsprache 1521/22 ihre Geburtsstätte auf der Wartburg. Unter Bezug auf Luther, Reformation und Leipziger Völkerschlacht manifestierte sich im studentischen Wartburgfest 1817 erstmals der bürgerliche Wille zum einheitlichen und freien Nationalstaat. Seit ihrer historistischen Wiederherstellung ist die Burg vielbesuchtes Denkmal und Welterbe.

Wartburg-Stiftung
Auf der Wartburg 1
99817 Eisenach
Telefon +49 (0) 36 91. 25 00
Telefax +49 (0) 36 91. 20 33 42
info@wartburg.de
www.wartburg.de

Öffnungszeiten
März bis Oktober
Führungen 8.30 – 17 Uhr
Schließung des Burgtores 20 Uhr
November bis Februar
Führungen 9 – 15.30 Uhr
Schließung des Burgtores 17 Uhr

Am 24.12. letzte Führung 11 Uhr
Am 31.12. letzte Führung 14 Uhr

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Kaiser-Wilhelm-Denkmal
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