Strasse der Monumente

Das Marine-Ehrenmal

Seit mehr als 70 Jahren gehört das Marine-Ehrenmal in Laboe ebenso zu Kiel wie der Nord-Ostsee-Kanal. Die weithin sichtbare Silhouette seines 85 Meter über der Ostsee aufragenden Turmes prägt seither nicht allein das Gesicht der Kieler Außenförde, das Marine-Ehrenmal ist zugleich auch ein Spiegel der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert.

Das Marine-Ehrenmal wurde zwischen 1927 und 1936 mit Spendenmitteln der deutschen Marine-vereine als Gedenkstätte für die im Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Marinesoldaten errichtet. Zugleich sollte es an die erhoffte Wiederauferstehung deutscher Seemacht gemahnen. Das NS-Regime nutzte die feierliche Einweihung im Jahre 1936, um das Marine-Ehrenmal für ihre Zwecke ideologisch zu vereinnahmen.

1954 gaben die Alliierten das nach der deutschen Kapitulation 1945 beschlagnahmte Marine-Ehrenmal an den Deutschen Marinebund zurück, das nun zu einer Gedenkstätte für die in beiden Weltkriegen gefallenen Seeleute aller Nationen wurde.

In den 1990er Jahren wurde das Ehrenmal neu gestaltet, um diesen Mahnmalcharakter noch deutlicher hervorzuheben. Seit 1996 empfängt den Besucher in der Eingangshalle die neue Widmung: „Gedenkstätte für die auf See Gebliebenen aller Nationen. Mahnmal für eine friedliche Seefahrt auf freien Meeren“. Als Ort der Erinnerung soll das Marine-Ehrenmal nach dem Willen des Deutschen Marinebund auch in Zukunft ein lebendiges Denkmal bleiben, das sich mit der deutschen Geschichte bewusst auseinander setzt.

Marine-Ehrenmal
Strandstraße 92
24234 Laboe
Telefon +49 (0) 43 43. 42 70-62
Telefax +49 (0) 43 43. 42 70-70
vz@deutscher-marinebund.de
www.deutscher-marinebund.de

Öffnungszeiten
November bis März
täglich 9.30 – 17 Uhr
April bis Oktober
täglich 9.30 – 19 Uhr
letzter Einlass 1 Stunde vor Schließung
24. und 31. Dezember geschlossen
Führungen auf Anfrage

Marine-Ehrenmal Laboe
Siegessäule
Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Hermannsdenkmal
Völkerschlachtdenkmal
Kyffhäuser-Denkmal
Wartburg
Kontakt
English
Impressum